TypingFast
Tippratgeber

Tastaturlayouts nach Sprache

6 Min. Lesezeit

Touch-Typing ist überall dieselbe Fähigkeit, aber die Tasten unter deinen Fingern sind es nicht. Eine französische AZERTY-Tastatur vertauscht gegenüber QWERTY gleich mehrere Buchstaben, eine deutsche vertauscht Y und Z, und ukrainische oder georgische Layouts ersetzen das lateinische Alphabet vollständig. Wer weiß, was sich ändert, lernt das richtige Layout und vermeidet Gewohnheiten, die sich nicht übertragen lassen.

Warum sich Layouts unterscheiden

Layouts spiegeln die Sprachen wider, für die sie entworfen wurden. Buchstaben, die in einer Sprache häufig vorkommen, liegen auf der Grundreihe oder unter den stärksten Fingern, und Sprachen mit zusätzlichen Buchstaben (Akzente, Umlaute, Ogonek) brauchen dafür Platz. Deshalb verschieben nationale Layouts Satzzeichen oder nutzen Tottasten und AltGr.

Die praktische Folge für Lernende: Die Grundreihe ist eine Position, kein Satz von Buchstaben. Deine Finger ruhen auf denselben physischen Tasten, aber welche Zeichen sie erzeugen, hängt vom installierten Layout ab. Für dich auf dem deutschen QWERTZ-Layout sind das A S D F und J K L Ö, während dieselben Tasten auf dem englischen Layout A S D F und J K L ; liefern.

Auf TypingFast verwendete Layouts

TypingFast legt für jede Sprache die Bildschirmtastatur und den Lektionsplan nach dem unten genannten Layout an. Die Lektionen orientieren sich an den physischen Tastenpositionen dieses Layouts, sodass die Lektionen zur Grundreihe, Oberen Reihe und Unteren Reihe für jede Sprache die richtigen Tasten trainieren.

Verwendetes Layout je Sprache
SpracheLayoutWas auffällt
Englisch, IndonesischUS-QWERTYDas Referenzlayout; die meisten anderen Layouts werden damit verglichen.
DeutschQWERTZY und Z sind vertauscht; ä, ö, ü und ß haben eigene Tasten.
FranzösischAZERTYA/Q und Z/W sind vertauscht, M wandert auf die Grundreihe, und Ziffern erfordern Shift.
Niederländisch (Belgien)Belgisches AZERTYAZERTY-Variante mit AltGr für Symbole und Tottasten für Akzente.
SpanischSpanisches QWERTYEigene ñ-Taste und eine Tottaste für den Akut.
PortugiesischPortugiesisches QWERTYEigene ç-Taste und Tottasten für Akut, Gravis, Tilde und Zirkumflex.
TürkischTürkisches QPunktiertes und punktloses i (i, I, ı, İ) auf getrennten Tasten; ğ, ş, ç, ö, ü auf eigenen Tasten.
PolnischPolnisch (Programmierer)QWERTY-Basis; polnische Buchstaben tippt man mit AltGr plus dem nächstliegenden lateinischen Buchstaben.
LitauischLitauisch (Standard)Die Zahlenreihe trägt litauische Buchstaben; Ziffern erreicht man mit AltGr.
LettischLettisches QWERTYQWERTY-Basis; Buchstaben mit Makron und Cedille über AltGr.
UkrainischЙЦУКЕНKyrillisches Layout; die Grundreihe lautet ф і в а п р о л д ж є.
GeorgischGeorgischDie georgische Schrift liegt auf denselben physischen Tasten.

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QWERTY vs. QWERTZ vs. AZERTY

  • QWERTY (Englisch und viele andere): die Basis. Q W E R T Y in der oberen Reihe.
  • QWERTZ (Deutsch): Das Z liegt in der oberen Reihe dort, wo bei QWERTY das Y sitzt, und das Y wandert in die untere Reihe. Beim Wechsel zwischen QWERTY und QWERTZ verwechselst du Y und Z wochenlang.
  • AZERTY (Französisch, Belgisch): A und Z führen die obere Reihe an, das Q liegt auf der Grundreihe, das W in der unteren Reihe, das M sitzt auf der Grundreihe, und die Zahlenreihe erzeugt Symbole ohne Shift. Das ist die größte Abweichung von QWERTY.

Tottasten und AltGr

Eine Tottaste wartet auf den nächsten Buchstaben und verbindet sich mit ihm. Auf spanischen, portugiesischen und französischen Tastaturen ergibt der Druck auf die Akzenttaste und dann auf einen Vokal einen Buchstaben mit Akzent, ein Akzentbuchstabe ist also eine Folge aus zwei Tasten, die du als eine Bewegung lernst. Das deutsche Layout ist hier einfacher: Alle Buchstaben des Alphabets samt ä, ö, ü und ß haben eine eigene Taste, sodass du für sie weder Tottasten noch AltGr brauchst.

AltGr (rechtes Alt) wählt eine dritte Zeichenebene. Auf polnischen und lettischen Layouts erreichst du damit Buchstaben wie ł oder ā, während die QWERTY-Buchstaben an ihrem gewohnten Platz bleiben.

Zwischen Layouts wechseln

  • Lerne ein Layout nach dem anderen. Zwei neue Layouts zu mischen verdoppelt die Verwirrung.
  • Richte dich nach der physischen Tastatur, die du tatsächlich benutzt. Eine französische AZERTY-Tastatur verlangt französische Lektionen, auch wenn du Deutsch liest.
  • Rechne beim Wechsel mit einem vorübergehenden Tempoverlust von 20 bis 40 Prozent und ein paar Wochen, um ihn wieder aufzuholen.
  • Verlass dich nicht auf die Beschriftung der Tasten. Touch-Typing heißt, dass deine Finger das Layout kennen sollen, nicht deine Augen.
  • Wenn du in mehreren Sprachen tippst, wähle das Layout der Tastatur, die du besitzt, und nutze für den Rest die Eingabesprachen-Umschaltung deines Betriebssystems.

Häufig gestellte Fragen

Welches Tastaturlayout ist am schnellsten?

Es gibt keinen verlässlichen Beleg dafür, dass ein gängiges Layout für die meisten Menschen spürbar schneller ist. Gewöhnung und Übung zählen weit mehr als das Layout selbst.

Sollte ich auf Dvorak oder Colemak wechseln?

Nur aus Neugier oder bei einem konkreten Komfortgrund. Das Umlernen kostet Wochen verringerter Produktivität, und der Geschwindigkeitsvorteil ist nicht gut belegt.

Kann ich ein Layout üben, das ich nicht besitze?

Ja, aber deine physische Tastatur passt dann nicht dazu, sodass du kein echtes Muskelgedächtnis aufbauen kannst. Am besten übst du auf einer Tastatur mit demselben Layout.

Warum sind Y und Z auf deutschen Tastaturen vertauscht?

Im Deutschen kommt das Z viel häufiger vor als das Y, daher bekam es den bequemeren Platz in der oberen Reihe.

Die Fähigkeit lässt sich übertragen, die Tastenpositionen nicht. Wähle das Layout, das zu deiner physischen Tastatur passt, lerne zuerst die Grundreihe und nutze die Lektionen für deine Sprache, um das richtige Muskelgedächtnis aufzubauen.